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Lissabon Städtetrip – erster Urlaub ohne Kids

Vor 2 Wochen habe ich meinen ersten 4-Nächte-Trip ohne meine Familie gewagt!

Das hört sich für viele vielleicht jetzt etwas seltsam an, aber es hat mich wirklich richtig viel Überwindung gekostet in diesen Flieger zu steigen.
Seit meine Kleinen auf der Welt sind, war ich eigentlich noch nie ’so lange‘ von ihnen getrennt und auch wenn ich sie beim Papa in den besten Händen wusste, war die Sehnsucht schon beim Abflug wahnsinnig groß…

Flugverspätungen, das erste Mal in meinem Leben Flugangst und eine gefühlt ewig lange Anreise machten mein Gefühlschaos auch nicht gerade besser. Gott sei Dank war der Tag bei meiner Ankunft in Lissabon so gut wie vorüber und auch die erste Nacht habe ich mehr oder weniger gut überstanden.

Am nächsten Morgen sah die Welt doch gleich viel besser aus!
Ich hatte mir übringens vorgenommen mich nicht allzu oft zu hause zu melden. Das wirft mich vielleicht nur unnötig aus der Erholung und wenn dann doch etwas wäre, würde sich mein Mann sicher melden!
Und so konnte ich die nächsten 3 Tage einmal so richtig super vom trubeligen Alltag zuhause Abschalten!

Mit meiner Schwester, die bereits seit 2 Jahren in Lissabon lebte, hatte ich die Abmachung mich um nichts Kümmern oder irgendwelche Entscheidungen treffen zu müssen. Sie und ihr Freund hatten für mich das komplette Wochenende durchgeplant. Welch ein Luxus! So konnte ich die Stadt komplett genießen, habe die tollsten Ecken gesehen und mich mit meiner Kamera in viele tolle Details verliebt. Und ich hatte das Gefühl, meinen Kopf einmal so richtig frei zu bekommen 🙂

 

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Lissabon mit kleinen Kindern? Eher nicht!

Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass ich die Entscheidung getroffen habe, alleine nach Lissabon zu reisen. Wir hatten es in den letzten 2 Jahren, in denen meine Schwester nun dort ist, mehrfach angedacht, eventuell sogar die weite Reise über mehrere Wochen mit unserem Camper in Angriff zu nehmen. Sicher wäre es in der ein oder anderen Situation sehr schön gewesen meine Familie bei mir zu haben. Aber Lissabon ist wohl mit kleinen Kindern nicht unbedingt die optimale Stadt.

Ich glaube, jeder der mit kleinen Kindern bereits einen Städtetrip hinter sich hat weiß, dass es oft viele Nerven kosten kann, die Vorbereitung sorgfälltig und die Ansprüche niedrig gehalten werden sollten.

In Lissabon kam aber natürlich auch das warme und dennoch raue Klima hinzu, die hügelige Stadt, die man zufuß alleine schon nur sehr mühsam durchschlendert und die schlechten Wege, die einen Buggy oder Kinderwagen eigentlich fast unmöglich machen.

Wenn man sich also nicht gerade nur unten am Fluß aufhalten, sondern etwas von der Altstadt sehen möchte, seine Kinder aber auch nicht bei heißen Temperaturen den ganzen Tag auf dem Arm die Hügel hoch schleppen möchte, sollte sich also überlegen, ob man mit diesem Städtetrip eventuell noch ein paar Jährchen wartet, bis die Kinder groß genug und selbst die Stadt miterkunden können.

 

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Lissabon unbedingt eine Reise wert!

Ein Städetrip mit ortskundiger Führung ist sicherlich immer die beste Möglichkeit, um eine Region oder eine Stadt näher kennen zu lernen.
So muss ich sagen, dass 3 Tage Erkundung zwar etwas kurz, aber durch das gut organisierte Programm gerade genug waren.

Die Stadt hat neben der populären Altstadt sehr viele weitere schöne Stadtteile und im Umland liegende sehenswerte Orte zu bieten.
Allein die Küste, die wir in nördlicher Richtung entlang gefahren sind, konnte landschaftlich noch einiges zum Bild der Stadt als absolute Traumstadt beitragen!

Die Stadt an sich machte auf mich eigentlich gar nicht so einen typischen südländischen Eindruck. Als deutscher neigt man ja leider viel zu schnell dazu Portugal mit Spanien in eine Schublade zu schieben. Auch ich habe hier meinen ersten Eindruck schnell über Bord geworfen.

Ich denke, in der Stadt spiegelt sich eine ganz andere Mentalität wider, als man es von südlichen Ländern eigentlich oft erwartet.

Am meisten beeindruckt hat mich der sehr höfliche Umgang der Einheimischen untereinander.
Beim Einsteigen in den Bus zum Beispiel gilt die ungeschrieben Regel: wer als erstes an der Haltestelle steht, steigt als erstes in den Bus!
Und die Portugisen merken sich das ganz genau 🙂
Ich habe nicht schlecht gestaunt, als bei der ersten Busfahrt gleich einmal zwei sehr alte Damen zur Seite getreten sind und uns freundlich aufforderten in den Bus zu steigen… Auch wurden Sitzplätze im Bus für ältere Menschen angeboten, diese aber auch oftmals dankend abgelehnt…

 

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Oh Lissabon… mein Fotografenherz macht Luftsprünge!

Jede Ecke, jedes Gebäude, jede Stimmung hätte ich gerne in meinen Bildern eingefangen!
Auch wenn ich zugebe, dass es mir anfangs etwas schwierig viel ohne meine gewohnten Motive, meine Kinder oder die Familien die mich für gewöhnlich beauftragen, zu fotografieren.
Ich glaube als Landschaftsfotograf werde ich sicher in der nächsten Zukunft eher nicht durchstarten!

Am späten Abend oder gar in der Nacht zu Fotografieren ist mit kleinen Kindern leider auch nicht so unbedingt drin. Umso mehr habe ich mich natürlich über die Möglichkeit gefreut, Fotos von Lissabon bei Nacht zu machen! Dass an diesem Abend zufällig auch das EM-Finale gespielt wurde, bei dem Portugal als Europameister hervorgehen würde, war für mich aus Fotografensicht natürlich ein wunderbarer Nebenschauplatz 😉

Ich bin wirklich froh darüber, diese kleine Auszeit für mich genutzt zu haben!
Sie hat mir Kraft gegeben, neue Eindrücke und Inspirationen geschenkt und mich für ein paar wenige Tage wieder zurück in die Zeit ohne meine Kinder versetzt! Auch diese hatte ja schließlich seine schönen Seiten 😉

 

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Weitere Bilder meiner Reise!

 

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2 Kommentare

  • Antworten
    Diana
    25. Juli 2016 at 23:39

    Wow! Das sind wirklich tolle Bilder geworden. Da bekommt man richtig Fernweh. Hört sich wirklich nach einer tollen Auszeit an. Danke auch für den Hinweis, dass die Stadt eher nichts für den Urlaub mit kleinen Kindern ist.

    • Antworten
      Marie
      26. Juli 2016 at 07:49

      Lieben Dank für dein Feedback Diana ☺

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