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Teil 1: Mit diesen 8 Tipps schaffst du es deine Kleinen für tolle Fotos zu animieren…

Egal, ob ihr mit dem Handy, einer Systemkamera oder der Spiegelreflexkamera fotografiert, entscheidend für schöne Kinderbilder sind in erster Linie nicht die Ausrüstung und somit das Budget, dass ihr zur Verfügung habt, sondern der Umgang und das Einfühlungsvermögen, dass ihr euren kleinen Fotomodels vorallem ab dem Kleinkindalter entgegen bringt!

Daher möchte ich euch in meiner neuen Tipps&Tricks-Reihe gerne ein Stück in meine Welt der Kinderfotografie mitnehmen und euch die ein oder andere Möglichkeit aufzeigen, wie auch ihr zu tollen privaten Fotos eurer Kleinen kommen werdet – hoffentlich ganz ohne Tränen und trotzigen Kindern 😉
Mit diesen 8 Tipps schaffst du es deine Kleinen für ein kleines privates Fotoshooting zu motivieren.

Kinder, vorallem ab einem gewissen Alter, werden oft etwas „kamerascheu“. Das rührt nicht selten auch daher, dass sie in jeder erdenklichen Situation für Mama, Papa, Oma und überhaupt in irgendwelche Kameras schauen und auch noch nett lächeln sollen… „Schau mal her!“ „Lach doch mal!“ „Schau mal ein bisschen freundlicher!“ „warte, noch nicht – ich muss erst noch mein Handy heraus suchen…“

Diese Bilder zeigen oft auch nicht die reale Situation in dem sich das Kind befindet, sondern schaffen ein inszeniertes Bild, dass das man als Mama/Papa gerade sehen möchte…
Hier ist die Abwehr der Kinder oft schon vorprogrammiert.

  1. Besser klappen daher immer Fotos, die die Kinder in ihrer wirklichen Umgebung und momentanen Situation zeigen, egal ob ängstlich, ärgerlich, freudig, beim Spielen, beim Essen, beim Toben, hier gibt es unzählige Möglichkeiten Kinder in wirklich schönen authentischen Momenten und natürlich im Alltag zu fotografieren.
  2. Um von Anfang an eine Bindung zum Kind zu herzustellen und um auch etwas von der Kamera abzulenken, solltet ihr beim Fotografieren mit euren Kindern immer sprechen!
    Stellt Fragen, versucht sie in ein Gespräch zu verwickeln, hört zu, …
  3. Versucht die Situation ungezwungen zu halten. Manchmal muss man sich auch einfach zurücknehmen, die Situation einfach nur beobachten. Beim Fotografieren von Kindern ist es wichtig, dass man die Kinder in ihrem Spiel oder ihrer Situation einfach machen lässt und lieber selbst aktiv wird, indem man den idealen Blickwinkel durch viel Bewegung selbst wählt – lasst eure Kinder nicht Posieren, sondern bringt euch selbst in die richtige Position, damit das Bild ein schönes werden kann.
  4. Den Kindern macht es oft mehr Spaß fotografiert zu werden, wenn ihr mit ihnen zusammen Spaß habt!
    Bringt euch mit ein in ihr Spiel ein und eventuell sogar mit in das Bild. Macht Quatsch, setzt euch etwas Witziges auf den Kopf oder lasst den Papa im Hintergrund herum hüpfen!
    Bei Kindern ist immer auch viel Kreativität und Einsatz gefragt und in erster Linie Spaß an der Sache!
  5. Geht auf Augenhöhe! Gerade bei sehr jungen Kindern im Alter von 1-2 Jahre fotografiere ich vorwiegend vom Boden aus, oft sogar im Liegen.
  6. Versucht unterschiedliche Blickwinkel und Ausschnitte, das macht die Bilder interessant und die Auswahl zum Schluss abwechslungsreich.
    Versucht zum Beispiel von oben auf die Wimpern oder Hände, auf die Zöpfe von kleinen Mädchen, die Gummistiefel des kleinen Jungen zu fotografieren.
    Einmal nur das Spielzeugauto, das der Kleine auf der Hand hat oder das Blümchen welches die Tochter auf der Wiese pflückt, mit eurer Kamera festzuhalten.
  7. Lasst eure Kinder Hüpfen, Toben, Klettern, Ballspielen… danach ist die Stimmung oft ausgelassen, die Kleinen tauen auf und lassen sich in der Regel sehr gerne fotografieren.
    Verbindet dies mit einer kleinen Aufgabe: „Zeig mal, ob du den Spielturm schon ganz alleine hoch kommst?!“ Stellt euch bereits oben auf den Turm, damit der Blickwinkel interessant bleibt…
  8. Wenn nichts mehr hilft – Belohnung 😀 Je nach Situation oder Anlass ist das auch bei mir die letzte Möglichkeit meine Kinder zu einem Shooting zu bekommen. Hier muss es nicht immer gleich das versprochene Eis sein. Oft reicht es sogar dem Kind einen Anreiz zu geben, dass man die schönen Bilder dann in seinem Zimmer aufhängen kann oder dass das Kind im Anschluss selbst einmal beim Fotografieren helfen darf oder sich die Bilder auf der Kamera ansieht.

So viel Bewegung und Action beim Fotografieren birgt eine ganze Reihe an Herausforderungen. Wie ihr diese in den Griff bekommt – dazu dann in Teil 2 mehr.

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Weitere Artikel:

Teil 2: LICHT – Sehen & Verstehen und welche Ausrüstung mir hilft, schöne Kinderfotos zu erstellen

Teil 3: lieber qualitativ hochwertige Bilder – dafür weniger!

Teil 4: Bilder zu Papier bringen: warum Abzüge und Bücher so wertvoll sind

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2 Kommentare

  • Antworten
    Ben
    28. Juni 2016 at 19:11

    Sehr schöne und gestochen scharfe Fotos! Auch die Tipps sind richtig super, vielen Dank dafür 🙂

    • Antworten
      Marie
      28. Juni 2016 at 22:40

      Vielen Dank! Freut mich sehr, wenn dir die Tipps weiterhelfen 😉

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