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Teil 2: LICHT – Sehen & Verstehen und welche Ausrüstung mir hilft, schöne Kinderfotos zu erstellen

Das Thema Ausrüstung bei der Kamera ist ja immer so eine Sache… Ich bin hier ehrlich gesagt kein absoluter Profi und es lässt sich sicher darüber streiten, inwiefern man eine teure Ausrüstung braucht, um gute Fotos von Kindern, vor allem in alltäglichen Situationen zu machen.

Ich bin eher davon überzeugt, dass man sehr wohl auch mit einer kleinen Systemkamera gute Ergebnisse erzielen kann, denn gerade bei Kinderbildern sind die Emotionen auf den Bildern absolut erste Priorität. Hierzu habe ich euch bereits in Teil 1 der Tipps & Tricks-Reihe einige Ideen an die Hand geben, um eure Kleinen zu tollen Kinderportraits zu animieren.

Da ich hin und wieder jedoch darauf angesprochen werde, welche Kameras bzw. Objektive ich empfehlen würde, möchte ich euch heute aufzeigen, welche Hilfsmittel und welche Ausrüstung mir zur Verfügung steht und auf was ihr achten solltet, wenn ihr in neue Ausrüstung investieren möchtet.

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Mein ‚Geheimnis‘ für gute Kinderfotos ist vor allem eines: LICHT – Sehen & Verstehen!

Auch für mich immer mal wieder eine Herausforderung, der ich mich in unterschiedlichsten Situationen, beim Kunden Vorort, bei Feierlichkeiten oder aber auch in meinem Tageslichtatelier stellen muss.

Natürlich kann ich mit einer super Ausrüstung schlechte Lichtverhältnisse besser beherrschen und ausgleichen. Und es ist keine Frage, dass diese Ausrüstung absolut ihr Geld wert und für den professionellen Einsatz unverzichtbar ist. Jedoch kann ich für private, geplante Bilder meiner Kinder, die Lichtsituation oft aussuchen, indem ich sie gezielt an bestimmten Orten spielen lasse oder nur zu bestimmten Zeiten fotografiere.
Das klappt dann auch mit der Handykamera oder der Systemkamera ganz gut. Ich gebe zu, dies in entsprechenden Situationen zu sehen, erfordert etwas Übung. Daher möchte ich euch 3 kleine Tipps an die Hand geben, wie ihr eure Fotosituationen im Griff behaltet:

Fotografiert viel draußen, jedoch wenn möglich nie zur Mittagszeit in der prallen Sonne.
Sucht euch Plätze mit Schatten oder verschiebt ein Shooting auf den Abend, wenn die Sonne nicht mehr allzu hoch am Himmel steht. Das Sonnenlicht, so schön und romantisch man sich dies auf Fotos oft vorstellt, hinterlässt neben zugekniffenen Augen, nicht selten auch tiefe und harte Schatten in den Gesichtern der Fotografierten, wenn man nicht etwas geübt ist im Umgang mit solchen Situationen.

Ein Shooting bei bewölktem Himmel ist oft auch eine gute, wenn nicht sogar einfachere Wahl für ein Fotoshooting im Freien, denn die Wolken dämpfen das Sonnenlicht und erzeugen somit ein ideales weiches Fotolicht.
Hierzu habe ich auch bereits einen Beitrag verfasst.

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Für Bilder bei euch daheim, empfehle ich immer nach hellen Räumen und Ecken Ausschau zu halten. Die finden sich eigentlich in JEDEM Haus und wenn es direkt an einem Fenster ist.
Aber auch hier müsst ihr beachten, dass kein direktes Sonnenlicht zum Fenster hineinscheint und eure Kinder ausleuchten. Ein leichter Vorhang, der das Licht dämpft hilft in dieser Situation oft weiter.

Grundsätzlich ist alles super, was zwar ein helles, jedoch gleichzeitig auch ein gedämpftes oder auch indirektes Licht erzeugt. Helle Töne, sei es an den Wänden, auf dem Boden, aber auch draußen leuchten eure Motive ideal aus, insofern ihr sie als indirekte Lichtquellen nutzt. Das sind für euch die besten natürlichen Reflektoren überhaupt!

Gerade auch wenn ihr eure Kinder beim Toben und wilden Spielen fotografieren möchtet, ist gutes Licht ein absolutes Muss! Viel zu schnell gerät die private Kamera hier an ihre Grenzen, die Bilder werden unscharf, weil zu lange belichtet, etc.

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Möchtet ihr doch einmal den Geburtstagstisch eures Kindes am frühen Wintermorgen oder die Lesestunde beim Zubettgehen mit der Kamera einfangen, versucht die Deckenbeleuchtung unbedingt AUSZULASSEN! Beschränkt euch lieber auf 1 Lichtquelle, z.B. die Kerzen am Kuchen oder die Leselampe im Kinderzimmer – am besten eine Lichtquelle, die vorallem indirektes Licht erzeugt.
Auch das Mischen von unterschiedlichen Lichtquellen und somit auch Lichtfarben führt oft zu nicht schönen Farbergebnissen auf euren Bildern.

Ein Blitzlicht zerstört meist die gesamte Stimmung, die ihr ja gerne auf euren Bildern einfangen möchtet, also versucht auch diesen wenn möglich auszuschalten.
Falls ihr eure Kamera manuell einstellen könnt, regelt die Lichtempfindlichkeit mit einer hohen ISO-Zahl, einer offenen Blende und einer langen Belichtungszeit und stellt die Kamera irgendwo hin ab, damit das Bild beim Auslösen nicht verwackelt!

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Wenn ihr euch nun etwas mehr mit der Fotografie beschäftigen möchtet und eventuell bereits eine Spiegelreflexkamera besitzt, solltet ihr beim Kauf neuer Objektive wenn möglich immer darauf achten, dass diese lichtstark sind. Das bedeutet letztendlich vor allem, dass sie viel Licht durch die Linse zur Kamera lassen und es euch ermöglichen, bei schlechten Lichtverhältnissen noch bessere Ergebnisse zu erzielen.

Schöner Nebeneffekt, auf den mich natürlich auch sehr viele ansprechen: die Bilder werden bei offener Blende im Hintergrund auch ganz toll „verschwommen“ – haben also eine schöne Schärfentiefe.

Eines meiner ersten Objektive in diesem Bereich war das
Nikon AF-S NIKKOR 50 mm 1:1,8G Objektiv (58mm Filtergewinde) *

das mir auch bis heute super Dienste, gerade beim Fotografieren von Kindern in meinem Atelier erweist. Auch und vor allem für den Privatgebrauch top zu empfehlen und unschlagbar im Preis-Leistungs-Verhältnis (für Nikon/Canon gleichermaßen).

 

Bei Kameras ist es natürlich so, je teurer sie werden, desto besser können sie auch mit schlechten Lichtverhältnissen umgehen.
Jedoch, wenn man Kinder hauptsächlich draußen oder an hellen Orten fotografiert, empfinde ich persönlich eine solche Anschaffung privat nicht unbedingt als notwendig.

Womit ich auch zu meinem nächsten Teil der Serie überleiten möchte:

Überlegt euch regelmäßige kleine private Foto-Shootings zu machen, verbindet es mit einem kleinen Event für die Kinder und sucht euch somit die besten Fotobedingungen. Dann werden eure Bilder qualitativ hochwertiger und dafür weniger geknipst wirken 😉

Weitere Artikel:
Teil 1: Mit diesen 8 Tipps schaffst du es deine Kleinen für tolle Fotos zu animieren…

Teil 3: lieber qualitativ hochwertige Bilder – dafür weniger!

Teil 4: Bilder zu Papier bringen: warum Abzüge und Bücher so wertvoll sind

 

* Beitrag enthält Affiliate-Link

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